Gesetzgebung zum Thema In-App-Käufe

Strengere Gesetzgebung zum Thema In-App-Käufe wird dringend erwünscht.

Eltern und Kinder sind vor ungewünschtem Erwerben von virtuellen Gütern nicht geschützt

Diese Frage wird immer wieder heftig diskutiert, und neulich hat auch die Welt dieses Thema in einem Artikel behandelt.

Skrupellose Kinder-App-Entwickler profitieren immer häufiger von der Unbewusstheit und Freude der Kinder beim Spielen mit Smartphones und Tablets, indem sie in ihre Apps hinterlistige Links zu teuren In-Apps-Käufen reinstecken, welche vom Spielzusammenhang kaum zu unterscheiden sind.

Der Spaß der Kleinen wird nun zu einem Alptraum für ihre Eltern, sobald die gepfefferte Rechnung für einen aus Versehen bestellten In-App-Kauf eingereicht wird.

Dieser Stand der Sachen ist schon richtig unverschämt, aber noch schlimmer ist es, dass diese verkleideten Links zur Zeit keine Ausnahme darstellen, sondern dass sie vielmehr scheinen, die Regel zu sein. Pädagogen sowie Verbraucherschützer fragen sich schon seit langer Zeit danach, warum es erlaubt wird, dass virtuelle Güter in Gratisspielen für Kinder überhaupt erlaubt sind. Zwar ist Apple infolge von Rechtsstreitigkeiten mit Elternverbänden dazu verpflichtet, vor der Installation die Verbraucher auf eventuelle In-App-Käufe aufmerksam zu machen. Aber diese Maßnahme scheint ganz unwirksam zu sein, so dass die wilden sowie unbewussten In-App-Käufe dadurch nur zum kleinen Teil gestoppt werden. Übrigens weisen andere App-Anbieter (wie beispielsweise Google Playstore) gar nicht auf die versteckten Käufe-Links hin. Das Kernproblem ist nun, dass es derzeit keine deutliche Gesetzgebung in diesem Zusammenhang gibt, und die Lösungen zu diesem Problem meist den Eltern überlassen sind: Kontaktaufnahmen mit den App-Store-Betreibern mit der Hoffnung auf eine Kulanz und Deaktivierung oder Einschränkung der In-App-Käufe unter Einstellungen (leider nur bei iOS-Geräten möglich) bleiben zur Zeit die einzigen Waffen der Eltern gegen diese unangenehme sowie ärgerliche Plage.

„Look Mommy!“ setzt sich gegen dieses Verbrauchermissbrauch ein, indem bei jeder App-Bewertung vor Werbung und In-App-Käufen gewarnt wird. Das ist aber nicht ausreichend: Eltern-, Verbraucher-und Pädagogenverbände müssen  aktiv an dieser Frage beteiligt sein. Sie sollen zusammenkommen, um die Institutionen um eine deutlich definierte Gesetzgebung zum Thema In-Apps-Käufe in kostenlosen Kinderspielen zu bitten.

Valentina Spalla

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s