Digitale Medien – der Einzug in den Schulen ist nötig, aber auch in den Kitas!

In den letzten Tagen tauchten in den Nachrichten sowie in der Netzwelt  wiederholt Artikel mit Themen auf wie: „Smartphone im Klassenzimmer – Zeit für digitale Medien in der Schule“ oder „Digitale Schule: Tablet wischen statt Tafel wischen“, doch dabei werden immer die Kitas außer Acht gelassen. Auch in den Kindergärten müssen sich die Pädagogen_innen mit der Frage auseinandersetzen inwieweit Medien, vor allem Tablets, in den Kitagruppen zum Einsatz kommen sollten bzw. sogar müssen, um den Kindern die erforderlichen Medienkompetenzen mit auf den Weg zu geben.

In den letzten Jahren haben immer mehr digitale Medien Einzug in die Haushalte gehalten, sodass die Kinder sich schon frühzeitig mit den neuen Medien auseinandersetzen. Sie sollen möglichst einen sicheren Umgang erlernen und können zugleich vorschulische Grundfähigkeiten (wie Formen, Farben, Zahlen und Buchstaben erkennen und differenzieren) spielerisch trainieren. Eltern kennen sich oft auch nur oberflächlich mit den Geräten und passenden Apps für ihr Kind aus, so dass vor allem die bildungsbegleitenden Einrichtungen ihren Beitrag dazu leisten müssen.

Kürzlich wurden wir von Look Mommy! um eine Beratung von einem Kindheitspädagogen gebeten, der gerne die Nutzung von Smartphones/Tablets in die Kita integrieren wollte, aber nicht wusste, wie er dies am besten tun sollte.

Er war sich über die Vorteile durchaus bewusst, doch er hatte einige Bedenken und Fragen.

Wie führe ich das Gerät am besten in die Gruppe ein, wenn ich selbst gar nicht so tief in der Materie stecke? Wie viele Geräte sind pro Gruppe am sinnvollsten? Welche Regeln sollte es im Umgang geben? Sollten sie frei verfügbar oder nur in bestimmten Situationen zum Einsatz kommen? Welche Apps sind am besten geeignet? usw.

Wir verstanden die Problematik und mussten während des Gesprächs feststellen, dass es kein allgemein gültiges Rezept für jede Kita gibt, denn dafür müssen zu viele individuelle Faktoren berücksichtigt werden!

Einige haben sich jedoch schon ganz konkret mit dem Thema auseinandergesetzt, z.B. der Kindertagesstätten-Träger Käpt’n Browser gGmbH, der u.a. Kitas in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen unterhält. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Vermittlung von Medienkompetenzen, d.h. zu Beginn werden Bücher, Bilder etc. und später Computer sowie andere digitale Medien in den Kita-Alltag integriert.

Des Weiteren bietet “Blickwechsel – Verein für Medien- und Kulturpädagogik” einige Anregungen zu diesem Thema.

Es bleibt also festzuhalten, dass nicht nur Schulen digitale Medien schnellstmöglich und hochqualitativ einsetzen sollten, sondern ebenso die Kitas, denn gerade in der frühkindlichen Phase lernen die Kinder am effektivsten. Dazu benötigen Sie ausreichend geschultes und kompetentes Personal, ein gut durchdachtes Konzept im Umgang mit digitalen Medien sowie die finanziellen und technischen Mittel!

 

Jane Krüger

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