5 tolle Lern-Apps zum Schulstart

Der Sommer befindet sich in seinen letzten Atemzügen und die damit einhergehenden Sommerferien neigen sich dem Ende zu bzw. sind bereits vorbei.
Das bedeutet, viele Schulanfänger stehen schon neugierig in den Startlöchern und absolvieren ihr erstes aufregendes Schuljahr.
Zu diesem Anlass haben wir unser App-Verzeichnis durchstöbert und 5 tolle Lern-Apps für den Schulstart herausgesucht.

Mit diesen fünf verschiedenen Apps können die Kinder spielerisch ihre neu-erlernten Fähigkeiten Zuhause trainieren und festigen:

Montessorie Geometrie – mit Tam und Tao spielend die Formen entdecken

screen320x320Mit dieser hervorragenden und umfangreichen Lern-App, können die Schulanfänger intuitiv geometrisches Grundwissen erlangen bzw. vertiefen. Zur App

Conni Lesen

screen320x320Das kleine Mädchen „Conni“, oft schon bekannt aus der berühmten Pixi-Reihe,  vermittelt den Erstklässlern spielerisch ihre anfänglichen Lesefähigkeiten in drei  unterschiedlichen Spielvarianten zu entwickeln. Zur App

LÜK

screen1136x1136Früher gab es die berühmten LÜK-Kästen in den Klassenzimmern, heute wurden diese wunderbaren Lernmittel in einer App digitalisiert. Je nach Klassenstufe können verschiedene Grundschulfertigkeiten erst erprobt und bei Bedarf weitere Aufgaben hinzugekauft werden. Zur App

Meine ersten Wiegeübungen

screen320x320Mit Hilfe einer Waage, den dazugehörigen Gewichten und Obst bekommen die Grundschüler einen ersten Eindruck von Gewichtsmengen und lernen diese einzuschätzen. Zur App

Interaktiv die Uhr Lesen Lernen – macht Spaß

screen320x320Mit der Schule bekommen viele Kinder eine Uhr geschenkt und gewinnen durch die Schulstunden sowie Pausen einen ersten Eindruck von Zeiteinheiten. Aus diesem Grund eignet sich diese App besonders gut, um spielerisch die Uhrzeit kennenzulernen. Zur App

Das Look Mommy-Team wünscht allen Schülern einen wundervollen und aufregenden Start ins neue Schuljahr!
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Digitale Medien – der Einzug in den Schulen ist nötig, aber auch in den Kitas!

In den letzten Tagen tauchten in den Nachrichten sowie in der Netzwelt  wiederholt Artikel mit Themen auf wie: „Smartphone im Klassenzimmer – Zeit für digitale Medien in der Schule“ oder „Digitale Schule: Tablet wischen statt Tafel wischen“, doch dabei werden immer die Kitas außer Acht gelassen. Auch in den Kindergärten müssen sich die Pädagogen_innen mit der Frage auseinandersetzen inwieweit Medien, vor allem Tablets, in den Kitagruppen zum Einsatz kommen sollten bzw. sogar müssen, um den Kindern die erforderlichen Medienkompetenzen mit auf den Weg zu geben.

In den letzten Jahren haben immer mehr digitale Medien Einzug in die Haushalte gehalten, sodass die Kinder sich schon frühzeitig mit den neuen Medien auseinandersetzen. Sie sollen möglichst einen sicheren Umgang erlernen und können zugleich vorschulische Grundfähigkeiten (wie Formen, Farben, Zahlen und Buchstaben erkennen und differenzieren) spielerisch trainieren. Eltern kennen sich oft auch nur oberflächlich mit den Geräten und passenden Apps für ihr Kind aus, so dass vor allem die bildungsbegleitenden Einrichtungen ihren Beitrag dazu leisten müssen.

Kürzlich wurden wir von Look Mommy! um eine Beratung von einem Kindheitspädagogen gebeten, der gerne die Nutzung von Smartphones/Tablets in die Kita integrieren wollte, aber nicht wusste, wie er dies am besten tun sollte.

Er war sich über die Vorteile durchaus bewusst, doch er hatte einige Bedenken und Fragen.

Wie führe ich das Gerät am besten in die Gruppe ein, wenn ich selbst gar nicht so tief in der Materie stecke? Wie viele Geräte sind pro Gruppe am sinnvollsten? Welche Regeln sollte es im Umgang geben? Sollten sie frei verfügbar oder nur in bestimmten Situationen zum Einsatz kommen? Welche Apps sind am besten geeignet? usw.

Wir verstanden die Problematik und mussten während des Gesprächs feststellen, dass es kein allgemein gültiges Rezept für jede Kita gibt, denn dafür müssen zu viele individuelle Faktoren berücksichtigt werden!

Einige haben sich jedoch schon ganz konkret mit dem Thema auseinandergesetzt, z.B. der Kindertagesstätten-Träger Käpt’n Browser gGmbH, der u.a. Kitas in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen unterhält. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Vermittlung von Medienkompetenzen, d.h. zu Beginn werden Bücher, Bilder etc. und später Computer sowie andere digitale Medien in den Kita-Alltag integriert.

Des Weiteren bietet “Blickwechsel – Verein für Medien- und Kulturpädagogik” einige Anregungen zu diesem Thema.

Es bleibt also festzuhalten, dass nicht nur Schulen digitale Medien schnellstmöglich und hochqualitativ einsetzen sollten, sondern ebenso die Kitas, denn gerade in der frühkindlichen Phase lernen die Kinder am effektivsten. Dazu benötigen Sie ausreichend geschultes und kompetentes Personal, ein gut durchdachtes Konzept im Umgang mit digitalen Medien sowie die finanziellen und technischen Mittel!

 

Jane Krüger

Ampelini App – Interview

130222_ampelinisInterview mit Klaus Brandenstein vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft, Unfallforschung der Versicherer

Look Mommy: Wie kamen sie auf die Idee zur Ampelini-App?

Klaus Brandenstein: Wir beschäftigen uns schon lange mit dem Thema Kindersicherheit. Vor 7 Jahren haben wir mit dem Ampelinis eigene Figuren entwickelt. Es gibt sie als Webseite, als PC-Software und auch in Malbüchern und Comics. Dann gab es immer wieder Anfragen von Eltern nach einer App, weil die Flash-basierte Webseite nicht auf iOS-Geräten benutzbar ist. So sind zuletzt auch die Apps hinzugekommen. Es war also eine logische Fortsetzung.

Wie war die Resonanz?

Wir haben mehrere Preise bekommen, beispielsweise den goldenen Spatz und zuletzt einen dritten Platz beim Europäischen KinderOnlinePreis. Es gab auch viel positive Berichterstattung und Rückmeldung von Eltern Die IOS-Apps hat schon über 10.000 Downloads, die Android-App etwas weniger. Damit sind wir ganz zufrieden. Es ist ja ein Komplettpaket mit Webseite, Print und Apps, mit dem wir unsere Themen rüberbringen. Wir haben kein kommerzielles Interesse, sondern wollen Kindern sicheres Verhalten im Alltag näherbringen.

Wie passt das zusammen – ernsthafter Versicherungsverband und bunte Kinder-Spiele?

Wir beschäftigen uns in der Unfallforschung mit vielen verschiedenen Themen – von Radwegen bis zu Crashtests. Verkehrserziehung und Prävention gehört auch dazu. Letztlich sind die Ampelinis auch ernsthaft, denn sie vermitteln richtige und wichtige Empfehlungen zur Sicherheit im Haushalt und draußen.

Unsere Arbeit soll der Zielgruppe angemessen sein, Vorschulkinder muss man anders ansprechen als Motorradfahrer oder Straßenplaner.

Die Ampelinis sind entstanden aus dem Thema Verkehrserziehung. In dem Bereich unterstützen wir beispielsweise auch Jugendverkehrsschulen bei der Anschaffung von Fahrrädern. Wir sehen, dass Eltern umsorgender und beschützender werden. Wir wollen Kindern Tipps zur Sicherheit geben, damit sie sich selbstständiger in ihrer Umgebung bewegen können. Natürlich sprechen wir dabei auch die Eltern an und sensibilisieren sie für mögliche Gefahren.

Was sind Ihre Ideen für die Zukunft?

Zur Zeit arbeiten wir an einer neuen App mit den Ampelinis. Sie wird eine Art Wimmelbild-App sein, in der man viel zum Thema Sicherheit im Straßenverkehr entdecken kann, und richtet sich an Kinder zwischen 4 und 7 Jahren.

Im Printbereich geht es auch weiter mit neuen Ampelini-Publikationen. Neue Abenteuer mit den Ampelinis wird es auch in den nächsten Jahren noch geben. Wir werden dabei mit der Zeit gehen und uns neuen Medien und veränderten Themen anpassen.

Herzlichen Dank für das Interview!

Usability-Test „Kleiner Fuchs“

Nach dem letzten Usability-Test über die Kinderappreview-Seiten, sollte es diesmal um die Bedienbarkeit einer Kinder-App direkt gehen. Die App „Kleiner Fuchs“ von der Goodbeans GmbH ist eine Musikapp für Kinder, bei der 2 bis 6 Jährige Kinder selber singen und musizieren können. 

Diesmal sollte der Test die Besonderheit haben, dass er auch direkt mit Kindern und ihren Eltern durchgeführt wurde. Wir brauchten also Eltern, die bereit waren, mit ihrem Kind an dem Test teilzunehmen, und fanden zum Glück auch 4 Tester.

Der Test lief so ab, dass die Kinder zunächst die App ganz alleine ausprobieren konnten, und anschließend gemeinsam mit den Eltern die wichtigsten Funktionen der App noch einmal durchspielen konnten.

Es kamen sehr interessante Ergebnisse heraus, zum Beispiel, das die App wohl eher für Kinder ab 4 Jahren geeignet ist, und Kinder im Alter von 2 Jahren eher überfordert. Auch zeigte sich, dass einige Buttons und Funktionen nicht selbsterklärend waren. 

Aber auch einige gute und sehr schöne Elemente der App zeigten sich. Zum Beispiel betonten alle Eltern, dass die App wirklich wunderschön gestaltet ist. Oder das zum Beispiel das Spielen mit 2 Händen gleichzeitig gut funktionierte.

Abschließend wurden die Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge für die Entwicklerfirma „goodbeans GmbH“ so aufbereitet, dass sie eine PowerPoint-Präsentation erhielten, die mit Videosequenzen angereichert war. So konnten die gefundenen Probleme jeweils veranschaulicht werden. Leider zeigte die Firma nicht so großes Interesse wie erhofft, aber es war trotzdem ein toller Test mit Kindern.

Von Diana Seiboth

Kinderphone als Sicherheits-App für das Handy deines Kindes

[Sponsored Post] Wenn das Kind älter wird, kommt irgendwann der Tag wo es heißt “Ich brauche ein eigenes Smartphone!” Schule, Ausflüge, Freizeit – all das muss koordiniert werden. Mit einem Smartphone kann der Alltag eines Schulkindes problemlos organisiert werden. Doch die Sorgen vieler Eltern ist berechtigt – so oft hört man Geschichten von teuren Handyrechnungen, unbemerkt abgeschlossener Abonnements und nicht jugendfreien Apps. Die Lösung für all diese Probleme steckt in einer einzigen App: Kinderphone.

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Mit Kinderphone, einer App entwickelt von BPS International, können Eltern die bei Look Mommy! ausgewählen Apps für Ihre Kinder freischalten, und anderes, das nicht benötigt wird oder das Kind überfordert, „abschalten“. Wie mit Look Mommy! Apps, die nach Alter sortiert sind, wächst Kinderphone mit den Ansprüchen und Fähigkeiten des Kindes. Eltern können so aus jedem Android-Smartphone ein kindertaugliches Kommunikations,- Lern- und Mediengerät machen.

Kinderphone besteht aus einer App, die wie jede andere Android App über Google Play auf das Handy heruntergeladen wird, sowie einem “Eltern Dashboard”, einer Webseite mit Login. Mit der Kinderphone App kann sowohl die Benutzeroberfläche, die zugänglichen Medien und Apps als auch die Gerätefunktionen eines Android Device für kindergerechte Bildung, Spaß und Kommunikation personalisiert werden.

Mit der App können unter Anderem die Apps ausgewählt werden, auf die das Kind zugreifen kann (auch praktisch fürs Tablet). Darüber hinaus kann eine reduzierte Telefonliste mit den wichtigsten Kontakten angelegt werden. Mit der Check-in-Funktion kann das Kind jederzeit mitteilen, wo es sich aufhält. Diese Tools vereinfachen nicht nur die Kommunikation in der Familie, sie helfen auch Geld zu sparen – zum einen durch weniger organisatorische Telefonate, zum anderen durch das Blockieren kostenpflichtiger Telefonnummern oder sonstiger Kostenfallen für Kinder.

Mit dem Eltern Dashboard können Sie innerhalb Ihrer Familie abgesichert in Verbindung bleiben, ohne Daten-Risiko und ohne dass Ihre Kinder irrtümlich private Informationen öffentlich machen. Das Eltern Dashboard hat zudem eine integrierte Karte inkl. Position und Status des Kinderphones. Anhand der Nutzergrafiken kann manden Kindern erklären, was wieviel kostet und wieviel Zeit sie mit dem Smartphone aufwenden. Für Eltern in Deutschland erscheint Dashboards etwas irriterend, da es eine lückenlose “Überwachung” der Aktivitäten des Kindes ermöglicht. Doch die App lässt sich natürlich auch unabhängig von der Nutzung des  Dashboards verwenden. Und es gibt Situationen, wo das Tracking sehr hilfreich sein kann – wenn das Kind mal länger unterwegs ist, oder nicht direkt von der Schule nach Hause gekommen ist.

Kinderphone ist noch bis zum 31. August 2013 kostenfrei. Ab September 2013 kostet der Login und die Nutzung des Eltern Dashboards 2.99 € pro Monat. Die App bleibt kostenfrei.
Tipp: Wer sich bis Ende August bei Kinderphone anmeldet, kann den Dashboard Service auch zukünftig gratis nutzen.

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Smartphone gewinnen!

BPS International verlost exklusiv für Look Mommy! User 3 robuste Smartphones: Motorola Defy Mini!
Um teilzunehmen, hinterlasse bis zum 15. Juli 2013 einen Kommentar hier im Blog oder auf dem entsprechenden Post auf unserer Facebook-Seite. Schreib im Kommentar, wie alt dein Kind ist und warum du ihm ein Smartphone geben möchtest.

Wenn du gewinnst, sollst du das Gerät deinem Kind geben – mit der Kinderphone-App darauf – und wirst einige Wochen später nach deinen Erfahrungen und deiner Meinung befragt.

Ist der Bildschirm schädlich für Kinder?

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Quelle: Wikimedia

Eine schottische Studie erforscht diesen Zusammenhang. Den Originaltext finden Sie hier.
Der Ausgangspunkt einer neuen schottischen Studie über den Zusammenhang zwischen  Kinder-Krankheiten und Bildschirmnutzung ist, dass die meisten Studien über das Thema hauptsächlich auf das Fernsehen fokussieren. Videospiele sowie ihr Vergleich zum TV werden dagegen in den häufigsten Fällen nicht separat untersucht.
Professor Alison Parkes der Uni Glasgow hat sich in ihrer Studie über dieses Thema vorgenommen, ausschließlich auf den Vergleich zwischen den Einflüssen von TV und Videospielen auf Kinder von 5 bis 7 Jahren einzugehen.
Die Ergebnisse sind erstaunlich. Laut der Studie hat ein fünfjähriges Kind, das täglich 3 Stunden fernsieht, 0,13% höhere Chancen innerhalb von 2 Jahren Beziehungsschwierigkeiten, Hyperaktivität, Gefühlsstörungen sowie mangelhafte Konzentrationsfähigkeit zu entwickeln. An Kindern, die täglich weniger als eine Stunde fernsehen und dafür mit Videospielen beschäftigt sind, konnten andererseits keine Störungen nachgewiesen werden. Der Bildschirm an sich verursache also keine Verhaltensstörungen bei Kindern in dieser Altersgruppe, welche nur mit der Fernsehzeit einen leichten Zusammenhang haben. Videospiele seien also der Studie zufolge von der Anschuldigung befreit, für kindliche Störungen mitverantwortlich zu sein.

In der Studie wurden auch vielfältige externe Faktoren wie Familienstruktur, Bildungsgrad und Wärme in der Beziehung zwischen den Eltern und Kindern mit einbezogen. Sie beeinflussen nämlich sowohl die Fernsehdauer, als auch die Probleme der Kinder. Wenn man diese Faktoren herausrechnet, erkennt man, dass der Bildschirm selbst nicht der eigentliche Verursacher der Schwierigkeiten von Kindern ist. Die Ursache für kindliche Krankheiten und Verhaltensstörungen sei vielmehr in der Beziehung der Eltern zu den Kleinen zu suchen: TV und Videospiele dürfen nicht als Parkplatz oder Ersatz der Kinderbetreuung fungieren. Sowohl die passive Bildschirmnutzung (TV) als auch die interaktive (Computerspiele) sollen nämlich gemeinsam mit den Erwachsenen erfolgen, deren Pflicht ist, den Kindern die Inhalte zu verdeutlichen. Dadurch wird der Genuss digitaler Medien zu einer aufbauenden und lehrreichen Tätigkeit, welche die Eltern-Kinder-Beziehung bereichert.

Valentina Spalla

Gesetzgebung zum Thema In-App-Käufe

Strengere Gesetzgebung zum Thema In-App-Käufe wird dringend erwünscht.

Eltern und Kinder sind vor ungewünschtem Erwerben von virtuellen Gütern nicht geschützt

Diese Frage wird immer wieder heftig diskutiert, und neulich hat auch die Welt dieses Thema in einem Artikel behandelt.

Skrupellose Kinder-App-Entwickler profitieren immer häufiger von der Unbewusstheit und Freude der Kinder beim Spielen mit Smartphones und Tablets, indem sie in ihre Apps hinterlistige Links zu teuren In-Apps-Käufen reinstecken, welche vom Spielzusammenhang kaum zu unterscheiden sind.

Der Spaß der Kleinen wird nun zu einem Alptraum für ihre Eltern, sobald die gepfefferte Rechnung für einen aus Versehen bestellten In-App-Kauf eingereicht wird.

Dieser Stand der Sachen ist schon richtig unverschämt, aber noch schlimmer ist es, dass diese verkleideten Links zur Zeit keine Ausnahme darstellen, sondern dass sie vielmehr scheinen, die Regel zu sein. Pädagogen sowie Verbraucherschützer fragen sich schon seit langer Zeit danach, warum es erlaubt wird, dass virtuelle Güter in Gratisspielen für Kinder überhaupt erlaubt sind. Zwar ist Apple infolge von Rechtsstreitigkeiten mit Elternverbänden dazu verpflichtet, vor der Installation die Verbraucher auf eventuelle In-App-Käufe aufmerksam zu machen. Aber diese Maßnahme scheint ganz unwirksam zu sein, so dass die wilden sowie unbewussten In-App-Käufe dadurch nur zum kleinen Teil gestoppt werden. Übrigens weisen andere App-Anbieter (wie beispielsweise Google Playstore) gar nicht auf die versteckten Käufe-Links hin. Das Kernproblem ist nun, dass es derzeit keine deutliche Gesetzgebung in diesem Zusammenhang gibt, und die Lösungen zu diesem Problem meist den Eltern überlassen sind: Kontaktaufnahmen mit den App-Store-Betreibern mit der Hoffnung auf eine Kulanz und Deaktivierung oder Einschränkung der In-App-Käufe unter Einstellungen (leider nur bei iOS-Geräten möglich) bleiben zur Zeit die einzigen Waffen der Eltern gegen diese unangenehme sowie ärgerliche Plage.

„Look Mommy!“ setzt sich gegen dieses Verbrauchermissbrauch ein, indem bei jeder App-Bewertung vor Werbung und In-App-Käufen gewarnt wird. Das ist aber nicht ausreichend: Eltern-, Verbraucher-und Pädagogenverbände müssen  aktiv an dieser Frage beteiligt sein. Sie sollen zusammenkommen, um die Institutionen um eine deutlich definierte Gesetzgebung zum Thema In-Apps-Käufe in kostenlosen Kinderspielen zu bitten.

Valentina Spalla

Wie gut sind App-Review-Seiten? Ergebnisse unserer Usability-Untersuchung

In den letzten Wochen führte Diana Seiboth für uns eine Usability-Untersuchung von verschiedenen App-Review-Seiten durch, um für die geplante Webseite von Look Mommy! neue Ideen abzuleiten, oder bestehende Ideen zu bestätigen. Dazu wurden 4 verschieden App-Review-Seiten für Kinder untersucht: www.educationalappstore.com; www.kidsappworld.com; www.smartappsforkids.com; www.appysmarts.com. Diese 4 Seiten wurden aus einer Menge von App-Review-Seiten ausgewählt, weil sie sich mit den gleichen Themen wie Look Mommy! beschäftigen.

Befragt wurden insgesamt 12 Personen, im Durchschnitt 31 Jahre alt, mit durchschnittlich einem Kind im Alter von etwa 5 Jahren.

Untersucht wurden unter anderem das Design der Seiten, die verschiedenen App-Auflistungen und die Bewertungsskalen der Apps.

So kam beispielsweise bei der Frage nach dem Design heraus, dass ein buntes, kindgerechtes Design von den Eltern gewünscht ist, allerdings sollte es dabei trotzdem übersichtlich sein, und nicht mit Werbung oder gesponserten Apps ausgefüllt sein. Ein fröhliches Design vermittelt hier, dass sich der Betreiber der Seite mit Kindern auskennt, und die Eltern das Gefühl haben, auf der richtigen Webseite zu sein, um etwas für ihr Kind zu finden. Auch fördert ein übersichtliches Design die Wiedererkennung von Inhalten auf der Seite. Dies wurde auch mit einer Frage im Fragebogen überprüft. So wurden Screenshots der Seiten, die als besonders gut designt eingestuft wurden, öfter erkannt, als Screenshots der zuvor schlechter bewerteten Seiten.

Um das Design einschätzen zu lassen, sollten die Seiten mit Schulnoten von 1 bis 5 bewertet werden. Dabei steht eine 1 für „sehr gut“, und eine 5 für „sehr schlecht“. Im Folgenden ist das Ergebnis in einem Diagramm dargestellt, in Verbindung mit der Anzahl der wiedererkannten Screenshots. Das heißt, je besser die Design Note, desto häufiger wurden die Screenshots der Seite wiedererkannt.

diagramm

 

Bei der Frage nach der Ausführlichkeit der App-Auflistungen ging es hauptsächlich darum, herauszufinden, wie viele und welche Informationen von den Testpersonen für den ersten Überblick gewünscht sind. Hier zeigte sich, dass ein kurzer Text, und eine Bewertung besonders gewünscht sind. Bei dem Text sollte aber darauf geachtet werden, dass er nicht zu lang ist, da er sonst von den Eltern gar nicht gelesen werden würde. Allerdings gaben die meisten Testpersonen auch an, dass nur eine Bewertung auch nicht ausreichend ist. Das heißt zusammenfassend, dass für die App-Auflistungen eine kurze App-Beschreibung und eine Gesamtbewertung auf den ersten Blick erkennbar sein sollten.

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gute Textmenge; aber Bewertung fehlt

 

  appysmartsBewertung gut, aber nicht genug beschrieben

 

Bei dem Thema Bewertungen der App, waren sich die Testpersonen zu 100% einig, dass eine Bewertung durch andere Nutzer oder eine Redaktion unverzichtbar ist  für eine App-Reviewseite. Ausgegangen wurde dann hier von einer Sterne-Bewertung, wie sie auch von Look Mommy! genutzt wird. Es wurde  von 5 maximal zu erreichenden Sternen ausgegangen. Hier gab die Mehrzahl der Testpersonen an, dass eine App mindestens 4 Sterne haben müsste, um zum Kauf in Betracht gezogen zu werden. So gaben sie auch an, dass 5 Sterne eine unschlagbare App bedeuten, bei der einfach alles passt und funktioniert. 4 Sterne bedeuten für die befragten Personen immer noch, dass diese App zufriedenstellend, und immer noch gut ist. Bei weniger als 3 Sternen waren sich die Testpersonen auch einig, dass dann vom Kauf abzuraten sei.

Soweit die wichtigsten Ergebnisse im Überblick. Herzlichen Dank an Diana für die Durchführung der Untersuchung!

Vision

We believe that multitouch devices fundamentally change the way that little kids access media and explore the digital world. Just three years ago, the main media directed at small children was TV. (Computers still being too complicated to use for toddlers.) Now, as babies learn to walk, they walk up the TV and try to change the channel by wiping across the screen. Because the first displays they get their hands on are the smartphones and tablets of their parents.

Attentive parents and curious researchers also find that the iPad or another multitouch devices may become the perfect educational toy. There are reports of increased learning motivation and accelerated learning through educational apps. Some western cities and some eastern nations already decided to bring tablet computers to all their kids in elementary school. Parents of kids with special needs create apps that help them learn in their own pace and mode.

Just like a huge shelf of toys and books, a multitouch device full of apps can capture a child’s attention for a long time. Bringing much more variety and easily adapting to the user’s abilities, apps can accompany a child through the stages of learning and development.

Already now, there are thousands of apps out there, that are made just for kids. From math and language to music and science, there is hardly a subject that is not covered yet. Most publishers of kids’ apps are very small companies: often parents who want to create something for their own family. Others are larger publishers of books and toys, who bring their contents to the app world.

When we, as parents, discovered this world for our kids, we were both amazed by how fast they learn to use our devices, but also stressed out by the huge number of apps and by those (often free) apps that are really mean: A finger painting app with banner ads next to the drawing area. Sex quiz labelled as kid’s app. The smurf game that makes children buy virtual currency as in-app-purchase. No, thank you.

So we set out to bring some light into this new “toy store” of apps, and measure those apps with high standards. We hope you find it useful and hope we can help you enjoy this new world of educational, fun apps.